Buchtipp: „Suburra“ und „Die Nacht von Rom“ – von Giancarlo di Cataldo und Carlo Bonini

Suburra

Suburra – Schwarzes Herz von Rom

Suburra, das ist ein schon in der Antike verrufenes römisches Stadtviertel, ein Quartier des Lasters, der Weinschenken, Armen, Huren und des Elends. Suburra, das ist heute das riesige Gebiet der „Ewigen Stadt“ zwischen der mitunter trostlosen Peripherie und dem Seebad Ostia. Ein Gemisch aus unheiligen Klerikern, korrupten Politikern, raffgierigen Bauunternehmern und Großkriminellen wird in den größten Bauskandal der jahrtausendalten Geschichte der „Ewigen Stadt“ verwickelt. Und keiner von ihnen ist bereit, auch nur einen Fuß breit zurückzuweichen. Alleine schon um das gigantische Bauvorhaben mit Casinos, Hotels und Clubs zu bauen, ist den Beteiligten jedes Mittel recht. Ein mörderisches Spiel beginnt, dem ein brutaler Bandenkrieg folgt und natürlich auch Unschuldige zum Opfer fallen. Ihnen gegenüber und auch zwischen allen Stühlen steht Marco Malatesta, Oberstleutnant einer Sondereinheit der Carabinieri. Sein Gegenspieler ist ein eiskalter neo-faschistischer Krimineller, genannt „Samurai“, letzter Überlebender der berühmt-berüchtigten „Magliana Bande“, der die Fäden im weitgespannten Netz von Politik, Kirche und kriminellem Milieu in der „Hauptstadt der Welt“ zieht. Und beide verbindet mehr als nur eine gemeinsame alte Geschichte. Und damit seitdem noch eine offene Rechnung.

Die Nacht von Rom

Die Nacht von Rom

Papst Franziskus verteilt für das heilige Jahr zahlreiche Aufträge über millionenschwere Bauvorhaben, um den Millionen in Rom zu erwarteten Pilgern einen glänzenden Empfang zu bereiten. Und die Aasgeier stehen schon bereit, die Beute unter sich aufzuteilen. Allerdings nicht kampflos. Und wieder treffen die Protagonisten des „Schwarzen Herzens von Rom“ aufeinander – letztmalig.

Beide Bücher sind einfach die Klassiker unter den Politthrillern aus Italien, die dem Autorenduo Giancarlo di Cataldo und Carlo Bonini da gelungen sind. Aktueller könnte ein Thema wohl kaum sein. Sicher nichts für schwache Nerven und zartbesaitete Seelen. Spannend, dramatisch, packend und brutal zu gleich. Fiktiv, aber eben auch sehr real. Ohne diese real-fiktiven Geschichten zu lesen, kann man das Italien von heute sicher nicht verstehen.

Giancarlo de Cataldo wurde 1956 im apulischen Taranto als Sohn eines Lehrerpaars geboren, studierte, lebt und arbeitet als Richter in Rom am Appellationsgericht. Er ist der Autor zahlreicher preisgekrönter Romane, Erzählungen und Drehbücher für Film und Fernsehen, wie „Romanzo Criminale“ oder „Schmutzige Hände“ und „Der König von Rom“. Carlo Bonini wurde 1967 in Rom geboren, arbeitet als Investigativ-Journalist bei der römischen Tageszeitung „La Repubblica“. Zahlreiche Buchveröffentlichungen wie „ACAB – All Cops Are Bastards“, das von Stefano Sollima verfilmt wurde, stammen aus seiner Feder.

„Suburra“
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (8. August 2016)
ISBN-10: 3453438566
ISBN-13: 978-3453438569

„Die Nacht von Rom“

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Folio; Auflage: 1 (30. August 2016)
ISBN-10: 3852567009
ISBN-13: 978-3852567006


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